Vermietung
Exposé, Fotos und Grundriss
Kurz beantwortet: In München fehlt es selten an Anfragen, sondern an den richtigen. Die Aufbereitung steuert das: helle, ehrliche Fotos in der richtigen Reihenfolge, ein maßstäblicher Grundriss, ein Text, der Lage, Zustand und Konditionen klar benennt — und die fünf Pflichtangaben aus dem Energieausweis, ohne die ein Inserat bußgeldbewehrt ist.
Fotos, die filtern statt nur zu werben
- Reihenfolge: Wohnraum, Küche, Bad, Schlafräume, Balkon, Ausblick — so, wie man die Wohnung betreten würde.
- Tageslicht, leere oder aufgeräumte Räume, Weitwinkel mit Maß: Ein zu starker Weitwinkel erzeugt Enttäuschung bei der Besichtigung und kostet Zeit.
- Ehrlichkeit bei Schwächen: Ein altes, aber sauberes Bad zeigen wir. Wer es versteckt, bekommt Besichtigungen mit Interessenten, die nach fünf Minuten wieder gehen.
- Keine Personen, keine persönlichen Gegenstände des Vormieters — schon aus Datenschutzgründen.
Der Grundriss
Er ist das meistgeöffnete Bild eines Inserats. Liegt nur ein alter Bauplan vor, lassen wir ihn als sauberen, maßstäblichen Grundriss mit Raumgrößen und Himmelsrichtung neu zeichnen. Die Wohnfläche im Inserat muss mit der im Mietvertrag übereinstimmen. Liegt die tatsächliche Fläche mehr als zehn Prozent unter der vereinbarten, berechtigt das nach der Rechtsprechung zur Mietminderung.
Der Exposétext
Kurz, sachlich, vollständig: Lage mit Anbindung (U-Bahn, S-Bahn, Einkauf), Zustand und Ausstattung, Kaltmiete, Nebenkostenvorauszahlung, Kaution, Bezugstermin, Mindestanforderungen an die Unterlagen. Was wir weglassen: Superlative und alles, was als Auswahl nach Herkunft, Geschlecht, Religion oder Alter verstanden werden kann — das Gleichbehandlungsgesetz gilt schon im Inserat.
Die Pflichtangaben
Liegt ein Energieausweis vor, gehören in jedes Inserat: Art des Ausweises, Endenergiebedarf oder -verbrauch, wesentlicher Energieträger, Baujahr und Energieeffizienzklasse. Fehlen sie, drohen Bußgelder bis zu 10.000 Euro — und Abmahnungen. Mehr zum Energieausweis