Mieterkontakt
Hausordnung durchsetzen
Kurz beantwortet: Verbindlich ist eine Hausordnung, wenn sie Bestandteil des Mietvertrags ist. Verstöße klären wir zuerst im Gespräch, dann schriftlich. Eine Abmahnung ist der letzte Schritt vor rechtlichen Konsequenzen: Erst nach Abmahnung rechtfertigen fortgesetzte, erhebliche Störungen eine Kündigung. Bei Eigentumswohnungen sollte die Hausordnung der WEG in den Mietvertrag einbezogen sein.
Inhalt
Wann die Hausordnung gilt
Nur wenn sie Teil des Mietvertrags ist — als Anlage, mit Hinweis im Vertrag. Ein Aushang im Treppenhaus allein bindet den Mieter nicht, ebenso wenig einseitig nachgeschobene neue Pflichten. In einer Eigentumswohnung sollte die Hausordnung der WEG in den Mietvertrag einbezogen sein, sonst gelten für Ihren Mieter andere Regeln als für die übrigen Bewohner.
Die Stufen
- Gespräch oder kurze Nachricht — die meisten Verstöße sind Unwissen: Fahrrad im Treppenhaus, Müll falsch getrennt.
- Schriftlicher Hinweis mit Verweis auf die konkrete Regel.
- Abmahnung — konkretes Verhalten, Datum, Aufforderung zur Unterlassung, Hinweis auf Konsequenzen.
- Bei fortgesetzten erheblichen Verstößen: Kündigung nach anwaltlicher Prüfung.
Grenzen
Eine Hausordnung darf das vertragsgemäße Wohnen nicht aushebeln: Übliche Besuche, Kinderlärm im normalen Umfang und das gelegentliche Grillen auf dem Balkon sind in der Regel hinzunehmen. Was Streit wird, entscheidet sich oft an der Dokumentation — Datum, Uhrzeit, Zeugen. Mehr zu Nachbarschaftskonflikten